Wasser hat viele Möglichkeiten in ein Gebäude zu gelangen. Da Regenwasser auf befestigten Flächen auf dem Grundstück kaum verdunstet oder versickert, fließt der Großteil als Oberflächenabfluss ab.

Dann kann es über Kellertüren und -fenster, Lichtschächte oder Garageneinfahrten, aber auch über Schadstellen am Dach oder der Regenrinne oberirdisch ins Haus gelangen. Gleichzeitig kann es bei Starkregen auch zu einer kurzfristigen Überlastung des öffentlichen Kanalsystems kommen. Dabei staut das Wasser über Hausanschlüsse zum Grundstück zurück und kann über Waschbecken, Toiletten, Duschen oder Bodeneinläufe in den Keller fließen, wenn diese tiefer als das Straßenniveau liegen und nicht ausreichend gegen Rückstau gesichert sind.

Zuletzt können sich auch Sicker- und Grundwasser in Bodenschichten aufstauen und dabei hydrostatischen Druck ausüben. Dieses Wasser kann über Kellerwände, Kellersohlen oder Wanddurchbrüche für Leitungen ins Gebäude eindringen. Aber auch undichte Grundleitungen unter dem Gebäude oder kaputte Regenfallrohre können zu Feuchtigkeit, Vernässungen oder sogar Instabilität durch Ausspülungen führen.

Der erste Schritt der privaten Starkregenvorsorge sollte daher der genaue Blick auf das eigene Grundstück und Gebäude sein. Diese sollten nach möglichen Schwachstellen abgesucht werden, sodass passende Maßnahmen abgewogen werden können: