WBH

Einbau von Nebenzählern für Gartenbewässerung

Für nicht in die öffentliche Kanalisation eingeleitete Frischwassermengen kann auf Grundlage des § 3 Abs.4 Nr. 2 Entwässerungsgebührensatzung die Abwassergebühr rückerstattet werden.

Der Verbrauch von Frischwasser für die Gartenbewässerung ist dem WBH zum Ende eines jeden Kalenderjahres unaufgefordert per Email oder Brief mit einem Foto des Zählers nachzuweisen. Ohne Nachweis der Wassermengen oder wenn der Wasserzähler nicht turnusgemäß erneuert wurde (s.u.) erfolgt keine Rückerstattung der Abwassergebühren.

Die Rückerstattung erfolgt über den Grundbesitzabgabenbescheid der Stadt Hagen.

Voraussetzungen für die Installation eines geeichten Wasserzählers:

- Der Zähler kann sowohl durch eine Fachfirma als auch durch handwerklich geschickte Hausbesitzer selbst installiert werden.

- Der Zähler sollte möglichst im Haus in die nach außen führende Wasserleitung eingebaut werden.

- Zwischen Wasserzähler und Außenzapfstelle dürfen keine weiteren Verbrauchsstellen eingebaut werden.

- Im Bereich der Zapfstelle dürfen sich keine Bodeneinläufe mit Anschluss an die öffentliche Kanalisation befinden.

- Der Zähler ist nach erstmaliger Erstellung und Zählerwechsel nach Ablauf der Eichzeit durch den WBH abnehmen zu lassen. Die Eichzeit eines Frischwasserzählers beträgt 6 Jahre.

- Wenn die Installation des Zählers im Haus nicht möglich ist, besteht die Möglichkeit, den Wasserzähler an die Außenzapfstelle anzubauen. Dieser wird dann durch den WBH verplombt. Für evtl. Frostschäden an dem Wasserzähler ist der Eigentümer selbst verantwortlich.

So schön Gebühren sparen auch ist, sollte sich jeder Grundstückseigentümer vorab überlegen, ob die Installation eines eigenen Wasserzählers für die Gartenbewässerung tatsächlich wirtschaftlich ist. Für 2,50 € (Gebührensatz 2018) können 100 handelsübliche Wassereimer gefüllt werden, d.h. für 25,- € kann ein kleiner Garten mit 1000 randvollen Wassereimern schon einige Tage ausreichend bewässert werden. Bei kleinen Gärten kann man den Garten zur Einschätzung des Verbrauchs einmal mit der Gießkanne bewässern und über die Anzahl der benutzten Gießkannen multipliziert mit dem Gießkannenvolumen den täglichen Verbrauch ermitteln oder mal die Wasseruhr beobachten, sofern diese mit einer Nachkommastelle versehen ist. Insbesondere Grundstückseigentümer mit kleineren Grundstücken werden dabei feststellen, dass der Einbau eines Wasserzählers vor allem bei Einbau durch eine Fachfirma nicht immer rentabel ist.

Ansprechpartner: Herr Steinmeier

Tel. 02331/ 3677-233

Email wsteinmeier@wbh-hagen.de

Herr Döscher

Tel. 02331/ 3677-169

Email jdoescher@wbh-hagen.de

Ausbau Rummenohler Straße

Hagen, 27.05.2020

Der Wirtschaftsbetrieb Hagen beabsichtigt, die Rummenohler Straße grundhaft zu erneuern.
Die vom WBH beauftragte Baufirma UKA Bau beginnt am 02.06.2020 mit den Arbeiten.
Der für den Ausbau vorgesehene Abschnitt der Rummenohler Straße beginnt am Bahnübergang (BÜ) Heedfelder Straße und endet am Ortsausgang in Fahrtrichtung Hagen.
Die Rummenohler Straße soll in mehrere Bauabschnitte jeweils als halbseitige Sperrung mit Baustellensignalisierung ausgebaut werden. Zum Ausbauumfang gehört die Fahrbahn auf kompletter Breite, die Bordanlage auf Seite der Wohnbebauung und der Mehrzweckstreifen auf der Seite der Bahngleise.
Die Rummenohler Straße wird mit einer Stärke von 26 cm gefräst und anschließend wird das Asphaltpaket erneuert.
Die vorhandene Gefällsituation der Straße bleibt bestehen, die Bordanlage und die davorliegende Flussbahn werden erneuert.
Es ist das Versetzen von neuen Straßeneinläufen ein-schließlich der Anbindungen an den bestehenden Kanal zu realisieren.
Die Zufahrt zu den Grundstücken wird je nach Baufortschritt und Bauabschnitt eingeschränkt, die Abstimmung erfolgt mit der Bauleitung vor Ort.

Bei der Durchführung der Maßnahme kommt es zu Verkehrsbehinderungen. Der Wirtschaftsbetrieb Hagen - WBH - ist bemüht, diese so gering wie möglich zu halten. Sollte es dennoch zu Beeinträchtigungen kommen, bittet der WBH um Ihr Verständnis. Für weitere Fragen oder Anregungen zur Baumaßnahme stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Steckbrief

Pressemitteilung - Coronavirus - Kapellenbenutzung und Beisetzungsregelungen

Kapellenbenutzung und Beisetzungsregelung aufgrund der neuen Veranstaltungsbestimmungen der Stadt Hagen

Hagen, 13.03.2020

Aufgrund einer möglichen Coronavirusinfektion gibt die Stadt Hagen nach einem Punkteplan an, wie mit Veranstaltungen innerhalb von Hagen umgegangen werden soll.

Nach diesem Plan ist es dem Friedhof Remberg und dem Friedhof Buschey nicht mehr möglich, Trauerfeiern in den Kapellen / Trauerhallen stattfinden zu lassen.

Diesem Vorgehen schließen sich die kommunalen Friedhöfe des WHB, der kath. Friedhof Haspe, der ev. Friedhof Haspe, die ev. Friedhöfe Hagen Elsey im Niederfeld und Hagen Hohenlimburg Esserstr., der kath. Friedhof Hagen Boele, der kath Heidefriedhof Hagen / Hohenlimburg und der ev. Friedhof Boele an.

Zur weiteren Abwicklung der Trauerfeiern bitten wir Sie, sich an den jeweiligen Friedhofsverwalter vor Ort zu wenden.

 

Waldbrandgefahr

Aus gegebenen Anlass weist die Fachleitung der Forstwirtschaft des Wirtschaftsbetriebs Hagen die Bürgerinnen und Bürger erneut darauf hin, dass das Rauchen im Wald in der Zeit vom 01. März bis zum 31. Oktober laut § 47 Landesforstgesetz verboten ist.

In den letzten Tagen häuften sich die Meldungen über Brände in Hagens Wäldern. Zuletzt brannte es am Montag in der Nähe des Griebweges im Hagener Stadtwald. Zum Glück konnte die Feuerwehr den Brand rechtzeitig löschen, so dass ein Ausbreiten des Feuers verhindert werden konnte. Der Brand wurde laut Feuerwehr sehr wahrscheinlich durch eine unachtsam weggeworfene Zigarette ausgelöst.

Zunächst scheint das Rauchverbot ab dem 01. März übertrieben früh. Jedoch herrscht nicht nur im heißen Hochsommer akute Waldbrandgefahr, sondern auch im Frühjahr, wo Laub, Nadeln und Äste aus dem Vorjahr schnell entzündlich sind. Dadurch, dass die Bäume noch nicht belaubt sind, kann die Sonne den Waldboden gut erreichen, rasch trocknen und leicht entzündlich machen.

Bei Starkregen ist auch der Grundstückseigentümer gefordert
Kanalisation kann nicht alles auffangen
WBH veröffentlicht topografische Karte mit den Fließrichtungen für Hagen


Bei den derzeitigen Witterungsverhältnissen freuen sich viele Menschen schon auf den Sommer. Leider bringt der aber nicht nur Sonne mit sich, sondern auch Gewitter mit Starkregenereignissen, von denen unsere Region in den letzten Jahren vermehrt betroffen war. Zum Glück für die Hagener Bürger war das Ausmaß vor Ort bisher bei weitem nicht so hoch wie in anderen Gegenden.

Nichtsdestotrotz beschäftigen sich die Siedlungswasserwirtschaftler beim Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) mit solchen Ereignissen, um künftige Schäden abzuwenden. „Die Kanalisation wird nach und nach für entsprechende Niederschläge berechnet, um das Ausmaß starker Niederschlagsereignisse zu ermitteln und daraus die erforderlichen Maßnahmen abzuleiten“, so Dipl. Ing. Uwe Sommer, Fachbereichsleiter Planung beim WBH. „Allerdings liegen die für die Bemessung der Kanalisation maßgeblichen Niederschlagsmengen weit unter denen, die in Dortmund und Münster zu so horrenden Schäden geführt haben. Bei solchen Ereignissen wird eine nicht unerhebliche Wassermenge gar nicht erst in die Kanalisation gelangen beziehungsweise wieder aus ihr austreten und oberirdisch abfließen.“

Überschreitet die Niederschlagshäufigkeit ein bestimmtes Maß, tritt zunehmend die Eigenverantwortung des Grundstückseigentümers in den Vordergrund. So ist gemäß § 31 a Wasserhaushaltsgesetz jeder Grundstückseigentümer verpflichtet, selbst ausreichende Vorsorgemaßnahmen zu treffen.

Infokasten
Topografische Karte der Fließrichtungen in Hagen

  • Die Karte kann auf der Internetseite des WBH unter folgender Adresse eingesehen werden: Karte der Abflusspotenziale (Download)

  • Nur der Oberflächenabfluss, der sich aus der Topografie ergibt, ist dargestellt. Die Leistung der Kanalisation wird nicht berücksichtigt.
    An Brücken, Bachverrohrungen etc. stellt die Karte jeweils nur einen der möglichen Fließwege dar.

  • Die Darstellung beruht auf einer Überfliegung aus dem Jahre 2012. Alle danach vorgenommenen großflächigen Geländemodellierungen, aber auch Hand- und Heimwerkertätigkeiten auf dem Grundstück beeinflussen den Abfluss in entsprechendem Umfang.

  • Die Darstellung ist unabhängig von der Intensität eines Niederschlagsereignisses.

  • Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat in einer Pressemitteilung die zehn wichtigsten Punkte zur vorsorglichen baulichen Sicherheit gegen Sturzfluten dargestellt:
     http://www.bbk.bund.de/DE/TopThema/TT_2013/Extremhitze_Sturzfluten_01.html

  • Über Stichworte wie „bauliche Vorsorge/Schutz/Hochwasser/Sturzfluten“ lassen sich im Internet leicht weitere mögliche Schutzmaßnahmen ermitteln.


    Auszug aus der Karte der Abflusspotenziale

Überflutungsgefahr von Bauherren und Architekten oft unberücksichtigt

Uwe Sommer: „Jeder weiß grundsätzlich, dass Wasser bergab fließt und in Mulden einstaut. In Bezug auf Niederschlag und die daraus resultierende Gefahr wird aber häufig das Offensichtliche ausgeblendet – sei es beim Bauherrn, der sich in einem tollen Gelände ein Grundstück ausguckt oder beim Architekten, der sich häufig nur auf den gestalterischen Aspekt eines Gebäudes konzentriert.“ Hier sei eine erweiterte Sichtweise zwingend.

In Bebauungsplänen der letzten Jahre und den Entwässerungsmitteilungen des WBH werde auf diesen Aspekt immer mit dem Hinweis verwiesen, dass Gebäudeöffnungen mehr als 20 Zentimeter über dem umliegenden Geländeniveau liegen sollten. „Leider wird dies häufig ignoriert, obwohl sich dies in fast allen Fällen auch bei alters- und behindertengerechter Bauweise  umsetzen lässt“, so Sommer.

Die Berechnungen des Kanalnetzes sind sehr zeitaufwändig, und eine interaktive Berechnung von Kanal- und Oberflächenabfluss für das gesamte Stadtgebiet würde die derzeitigen Rechnerkapazitäten übersteigen. Zudem wäre eine solche Berechnung nur für das jeweilige einzelne Niederschlagsereignis gültig. „Um Grundstücksbesitzern dennoch eine Hilfe an die Hand zu geben, hat der WBH eine Karte der Abflusspotenziale erstellen lassen“, erklärt Fachbereichsleiter Sommer, in dessen Arbeitsgebiet auch Entwässerungsplanung und Kanalzustandskataster fallen. „Unter vereinfachten Annahmen wird hier frei nach der Devise ,Wasser fließt von oben nach unten' der Fließweg des Wassers beschrieben.“

Der WBH empfiehlt allen Grundstückseigentümern, sich auf Grundlage der Karte Gedanken über eine eventuelle Betroffenheit zu machen und die entsprechenden Vorsorgemaßnahmen zu treffen.

Arzneimittel gehören nicht ins Abwasser

Aktuelle Studien belegen, dass jeder zweite zumindest gelegentlich flüssige Arzneimittel über Spüle oder Toilette entsorgt. Bei festen Arzneimitteln ist das noch jeder fünfte.

Über das Kanalnetz gelangen die falsch entsorgten Arzneimittel zur Kläranlage und von dort weiter in die Gewässer über das Grundwasser möglicherweise bis ins Trinkwasser. Die Kläranlagen schaffen selbst mit einer weitergehenden Reinigungsstufe nur einen Abbau von bis zu 70% der Arzneimittel. Daher kann die korrekte Entsorgung der nicht mehr benötigten Arzneimittel bereits einen wesentlichen Beitrag zur Schonung unserer Umwelt  und unseres Trinkwassers leisten.

Im Stadtgebiet werden Arzneimittel in der Regel über die graue Tonne (Restmülltonne) entsorgt. Dabei sollte unbedingt beachtet werden, dass Kinder und Unbefugte keinen Zugriff auf die Arzneimittel im Müllbehälter erlangen dürfen! Weiterhin können sie am Umweltmobil des Hagener Entsorgungsbetriebs oder der Sondermüllsammelstelle der Müllverbrennungsanlage Hagen abgegeben werden.

Einige Arzneimittel dürfen allerdings nicht über die graue Tonne entsorgt werden. Hierzu zählen sämtliche Krebsmedikamente (Zytostatika). Auch Virustatika, spezielle Hormonpräparate und andere Arzneimittel können gefährlicher Abfall sein. Bitte beachten Sie hier den Hinweis des Herstellers in der Gebrauchsinformation zur Entsorgung.

Apotheken sind seit 2009 nicht mehr zur Rücknahme von Arzneimitteln verpflichtet, aber auch sie beraten sie bei Entsorgungsfragen.

Hier noch ein paar Tipps zur korrekten Entsorgung:

• Ausgemusterte Altmedikamente sollten in verknoteten Plastiktüten in den Restmüll gegeben und unter anderen Abfallbeuteln versteckt werden.
• Nur geleerte Blister und andere saubere Verpackungen (Primärpackmittel) gehören in den gelben Sack bzw. Glasbehälter in die Altglassammlung etc.
• Glasbehälter bitte nicht ausspülen!
• Pappschachteln und Packungsbeilagen gehören in die Altpapiersammlung (z.B. blaue Tonne)
• Soll die Verpackung dem Recycling zugeführt werden, können Flüssigkeiten auch in (möglichst gebrauchte) saugfähige Papierservietten getropft bzw. Tabletten aus dem Blister in den Müllbeutel gedrückt und dieser unmittelbar danach verschlossen werden. Aber in der Regel sollen Altarzneimittel zusammen mit dem ihnen anhaftenden Verpackungsanteil (Primärpackmittel wie Blister, Glasflasche, Tube, Tütchen etc.) über die graue Tonne entsorgt werden.
• Spritzen ohne Kanülenschutz sollten in handelsüblichen Spritzen- oder Kanülenbehältern, ersatzweise auch in dickwandigen Waschmittelflaschen oder ähnlichem (Gefahrenhinweis aufbringen!) gesammelt werden.

Weitere Hinweise finden Sie auf der Internetseite des Hagener Entsorgungsbetriebs (http://www.heb-hagen.de/rund-um-den-muell/abfallarten/arzneimittel.html). Fragen beantwortet das Kundenbüro unter der Nummer 02331/3544-4444.