Grün Forstwirtschaft

Ökologie

Biotop- und Artenschutz

Durch naturgemäße Waldpflege und Bewirtschaftung erreichen wir, dass sehr wichtige Bestandteile der Wälder in ihrem Aufbau und ihrer Funktion berücksichtigt und in das Gesamtbild integriert werden. Die Pflege und Entwicklung zum Beispiel von Waldinnen- und Waldaußenrändern, von Feuchtbiotopen im Wald (Quellbereiche, Still- und fließwässer) wird intensiv betrieben. Diese Lebensräume werden somit nachhaltig erhalten und ihre Funktion verbessert. Ferner werden Einzelbäume bis hin zum Zerfall sich selbst überlassen, um den Anteil an stehendem und liegendem Totholz (wichtiger Lebensraum für Kleinlebewesen) zu erhöhen. Die zahlreichen vorhandenen Obstwiesen, Brachflächen sowie schützenswerte Einzelbäume weren ebenso erhalten, gepflegt und entwickelt. Die Erhöhung der Artenvielfalt und die Steigerung der Stabilität des Ökosystems Stadtwald sind Grundsatz unserer Arbeit.

Die Annäherung der Waldbestände an die potentiellen natürlichen Waldgesellschaften, der erhöhte Anteil von starken Altbäumen und Totholz, die geringen Störungen des Ökosystems durch zielgerichtete Nutzung der natürlichen Regulationsmechanismen sind wichtige Grundlagen.

Die Verringerung abiotischen, biotischen Schäden (Windwurf, Schneebruch, Käferkalamitäten) durch die gesteigerte Artenvielfalt und Stabilität der Waldbestände sind die Folge.

Der Erfolg dieser Arbeit führt zu wirtschaftlich besseren Ergebnissen. Eine ökologisch ausgerichtete Waldbewirtschaftung ist somit okonomisch.

Bereits vor vielen Jahren erkannten die Hagener, wie wichtig der Biotop- und Artenschutz ist. So verwundert es nicht, dass in Hagen das erste Naturschutzgebiet NRW´s eingerichtet wurde. Das Naturschutzgebiet "Mastberg und Weißenstein" liegt an der B7 in Holthausen. Heute beträgt der Anteil, der unter Schutz gestellten Flächen im Stadtgebiet stolze 543 ha.

Ausgehend von der Gesamtfläche des Stadtwaldes sind vom Schutzstatus ca. 85 % der Fläche Landschaftsschutzgebiet, ca. 8 % Naturschutzgebiet und ca. 2 % geschützter Landschaftsbestandteil.

Tierwelt

Leben im Wald

Wer mit wachsamen Blick durch den Stadtwald geht, kann eine ganze Reihe von Tieren beobachten.

Einen kleinen Ausschnitt aus der Tierwelt erleben Sie auf dieser Seite ...

Buntspecht (dendocropos major)

Einmal einem Buntspecht zu begegnen ist gar nicht unwahrscheinlich. Er ist nämlich der Specht, der in unseren Wäldern am meisten vorkommt. Buntspechte sind zwischen 20 und 24 cm groß, schwarz-weiß gefiedert und haben unter dem Schwanz einen knallroten Fleck. Ein Männchen kann man an dem roten Federstreifen im Nacken erkennen.

Rotfuchs (vulpes vulpes)

Eine Tierart mit extrem weiter Verbreitung und der Fähigkeit, sich an die unterschiedlichsten ökologischen Nischen anzupassen und dort fortzupflanzen. In seiner Nahrung ist er nicht wählerisch; Mäuse und Ratten, Kaninchen, Vögel und Insekten, aber auch Obst und menschliche Nahrungsabfälle schmecken ihm.

Schwarzwild, Wildschwein (sus scrofa)

Das Schwarzwild, Wildschweine also, gehören zu den bekanntesten und beliebtesten Tieren in unserer Landschaft. Die urigen "Schwarzkittel" sind Allesfresser; Pflanzen jeder Art, Würmer und Käfer, Jungwild und sogar Aas stehen auf dem Speisezettel. Unser Foto zeigt den Nachwuchs (Frischlinge).

Rehwild (capreolus capreolus)

Kleinste einheimische Hirschart. Pflanzenfresser und Wiederkäuer. Ist nicht nur im Hagener Stadtwald, sondern in der ganzen Bundesrepublik verbreitet.