Grün Forstwirtschaft

Ausgleich schaffen

Jagd ist ein wichtiger Bestandteil unserer naturnahen und nachhaltigen Forstwirtschaft.

Was vielerorts erst im Aufbau begriffen, ist in Hagens Stadtwald seit vielen Jahren alltäglich.

Naturverjüngung ohne den Einsatz von Zäunen. Durch die Jagd gelingt es uns den für die Naturverjüngung wichtigen Ausgleich zwischen Wald und Wild zu schaffen. Wildzäune verringern die für das Wild verfügbare Waldfläche und erhöhen folglich den Wilddruck auf der verbleibenden den Fläche. Bevorzugen Rehe doch die nahrhaften Knospen und Triebe von Jungpflanzen und es kommt bei überhöhten Wildbeständen zum Rückgang der Artenvielfalt an, Pflanzen- und Tierarten im Wald durch Selektion.

Das seit über 35 Jahren eingesetzte so genannte Hagener Modell ist ein wichtiger Baustein für diesen Erfolg. Die Eigenjagdbezirke im Stadtwald werden durch Abschussvergabe und nicht durch Verpachtung bewirtschaftet.

Sozial und wirtschaftlich

Anstelle den Stadtwald zu verpachten oder nur in Eigenregie zu bejagen, erhalten Jäger gegen geringes 'Entgelt die Möglichkeit zu jagen. Waldbauliche und jagdliche Ziele lassen sich dadurch sehr gut in Einklang bringen.

Auf einer Fläche von ca. 800 ha (45 % der kommunalen Waldfläche) wird die Regiejagd durchgeführt. Im Rahmen der Beteiligung von Gastjägern sehen für die Einzeljagd Ansitzbezirke in den Revieren zur Verfügung. 50 bis 55 Jäger nehmen das Angebot regelmäßig wahr. Wer welchen Hochsitz wann besetzt hat, wird von uns elektronisch erfasst. Regelmäßige Revierwechsel sind Pflicht. Schließlich gilt es, jedes Revier optimal zu bejagen.

Sehr zufrieden mit dem Modell zeigt sich auch die Jägerschaft. Bemühen wir uns doch um eine optimale Organisation. Preisgünstig ist es noch obendrein. Dennoch ist es für die Stadt kein Minusgeschäft. Ganz im Gegenteil. Der Ertrag pro Hektar liegt etwas über dem Pachtpreis unserer Region. Hinzu kommen noch Einsparungen durch den Verzicht auf Pflanzung und Verbiss-Schutz. Damit ist unser Hagener Modell nicht nur sozial, sondern vor allem wirtschaftlich. Insbesondere Jungjäger nutzen unser Angebot. Können sie doch ohne "Gruppendruck" erste Jagdversuche unternehmen. Beim Aufbrechen des wildes stehen die Forstbeamten den Jägern gerne und diskret zur Seite. Am Forsthaus Kurk steht dafür eine Wildkammer zur Verfügung.

Wollen Sie das Hagener Jagdmodell testen?

Gerne gibt Ihnen Herr Michael Knaup, Fachleiter Forstwirtschaft weitere Auskünfte:
Telefon: 02331 - 3677-196, Mobil: 0175-5536352 oder mknaup@wbh-hagen.de


Einzeljagd

Jagdbetriebskostenbeitrag (180,-- Euro) zzgl. Abschussentgelte:

Rehwild, weiblich: 45,-- Euro
Jährling: 100,-- Euro
Böcke bis 200 Gramm Gehörngewicht: 225,-- Euro

... weitere Abschussentgelte auf Anfrage !

Wildfleisch ...

... frisch auf den Tisch

Selbstverständlich können Sie auch Wildbret aus heimischen Wäldern erwerben.


Dafür wenden Sie sich bitte an die Fachleitung der Forstwirtschaft, Herrn Michael Knaup.
Tel.: 02331-3677-196, Mobil: 0175-5536352 oder mknaup@wbh-hagen.de