Entwässerung Entwässungsplanung

Entwässerungsentwurf


Virtuelles Kanal- und Umgebungsmodell

Zunächst wird ein virtuelles Modell des betreffenden Gebietes und der dazugehörigen Kanalisation angefertigt.
Wichtige Größen dafür sind beispielsweise:
- Befestigte Flächen (z. B. Straßen, Höfe, Dächer)
- Neigung des Geländes (z. B. Hanglagen)
- Durchmesser und Gefälle der Kanalisation


Längsschnitt eines Kanalstranges mit Wasserspiegellage und hydraulischen Daten

Dieses Modell wird mit den Niederschlagsaufzeichnungen und den Abflussmessungen kalibriert.
Anschließend werden für die Bemessung maßgebliche Regen mit dem Modell berechnet.
Dabei zeigen sich eventuelle Schwachpunkte.


Oberflächenabflussmodell: Wo staut Wasser ein?

Mit den hydraulischen Programmen ist es heute möglich, auch für sehr seltene Regenereignisse  Abflüsse auf der Geländeoberfläche und daraus resultierende Gefahren (Überflutungsgefahr) abzubilden. Dies wird in Entwässerungsentwürfen für Auftrittswahrscheinlichkeiten von 20 bzw. 30 Jahren berechnet.


Regenüberlauf Obere Wasserstraße, eines von vielen Bauwerken in der Hagener Kanalisation

Im Mischsystem ist es wirtschaftlich nicht möglich die gesamten Wassermengen bei Regenwetter bis zur Kläranlage weiterzuleiten. Unter genau definierten Bedingungen (z. B. Verdünnungsfaktor) ist es möglich, überschüssiges Wasser direkt in ein Gewässer abzuleiten. Diese Sonderbauwerke werden hier geplant und im Bedarfsfall (Änderung gesetzlicher Vorgaben) angepasst.

 

Zusammen mit den Ergebnissen der baulichen Untersuchungen der Kanalisation (s. Erläuterung unter WBH/03) und dem daraus abgeleitetem Sanierungsbedarf werden die notwendigen hydraulischen und baulichen Maßnahmen zu einem Antrag nach § 58.1 LWG zusammengestellt und anschließend bei der zuständigen Wasserbehörde zur Zustimmung eingereicht.