Bau Verkehrstechnik

Lichtsignalanlagen („Ampeln“)

Erfahren Sie hier mehr über die Lichtsignalanlagen in Ihrer Stadt!

Zurzeit regeln an 211 Kreuzungen, Einmündungen oder Querungen sog. Lichtsignalanlagen (im Volksmund schlicht „Ampeln“ genannt) den Verkehr. Die meisten davon sind über ein Steuerkabelnetz oder über Funk an eine Zentrale angeschlossen und werden von dort überwacht und gesteuert. An weiteren 15 Kreuzungen, die etwas außerhalb liegen, befinden sich auf Hagener Stadtgebiet Anlagen, die vom Landesbetrieb Straßen NRW betreut werden. Auch hier helfen wir Ihnen gerne und nennen Ihnen die richtigen Ansprechpartner.

Jede Signalanlage wird vereinfacht gesagt über einen eigenen Computer, also das Steuergerät, geschaltet. Für die verschiedenen Tageszeiten gibt es passende Pro-gramme, die dem anfallenden Verkehr entsprechend Rechnung tragen. Ein „Feierabendprogramm“ berücksichtigt beispielsweise die aus der Stadt strömenden Verkehre mit längeren Grünzeiten, während ein Programm, das morgens abläuft, andere Prioritäten hinsichtlich Grünzeiten für den Berufsverkehr hat. Zudem sind für eine Vielzahl von Signalanlagen festgelegte, nächtliche Abschaltzeiten programmiert. All dies wird im Verkehrsrechner zentral gesteuert. Somit können die Polizei oder die Ingenieure der Verkehrstechnik feststellen, ob zu bestimmten Zeiten beispielsweise ein Defekt vorlag.

Haben Sie einen Defekt festgestellt? Fehlt etwas an einer Anlage? Dann verständigen Sie uns – Rufnr. s. unten.

„Ich habe zu kurz Grün!“ – ein Problem? Nein, kein Problem!

Viele Fußgänger sind verunsichert, wenn sie die Fahrbahn queren und dabei das Fußgängersignal von Grün auf Rot umspringt. Dann sollten Sie einfach ihren Weg über die Straße zügig fortsetzen und nicht stehen bleiben oder umkehren. Eine Gefährdung besteht nicht, dafür gibt es die sog. Räumzeiten, die über das Signalprogramm der Lichtsignalanlage sichergestellt werden. Die Räumzeiten sorgen dafür, dass der Fußgänger die Fahrbahn sicher räumen kann und dauern so lange, wie ein Fußgänger vom Betreten der Fahrbahn bis zum Erreichen der anderen Fahrbahnseite braucht. Die Räumzeit kann also durchaus länger sein als die eigentliche Grünzeit. Erst wenn die Räumzeit abgelaufen ist, erhalten die anderen Verkehrsströme Grün.

Dazu noch eine weitergehende fachliche Erklärung:

Das Fußgänger-GRÜN hat grundsätzlich die Bedeutung, dass der Fußgänger die Fahrbahn betreten darf. Auch wenn er in der letzten Sekunde die Fahrbahn betritt, kommt er sicher am gegenüberliegenden Bordstein an. Der GRÜN-Zeit folgt die sogenannte Räumzeit, die für jeden Überweg individuell anhand der Fahrbahnbreite berechnet wird. Während der Räumzeit hat das Fußgängersignal schon ROT und das Fahrzeugsignal noch ROT.

Das Fußgänger-ROT hat eine doppelte Bedeutung: Wenn man am Bordstein steht, darf man bei ROT die Fahrbahn nicht betreten und muss warten. Wenn man die Fahrbahn während der GRÜN-Zeit betreten hat (auch in der letzten Sekunde der GRÜN-Zeit) und das Signal springt von GRÜN auf ROT, bedeutet ROT, dass man zügig weitergehen soll. Zügig heißt nicht rennen aber auch nicht trödeln.

Bei der Planung der Signalanlagen wird immer ein guter Kompromiss für alle Verkehrsteilnehmer gesucht. Würde man die GRÜN-Zeit für die Fußgänger verlängern, müsste auf der anderen Seite beim Fahrzeugverkehr gekürzt werden. Häufig wären dann Verkehrsstaus die Folge.

Foto: Wochenkurier Hagen

Was bedeutet „Grüne Welle“ und wo kann ich „mitschwimmen“?

Wenn die Lichtsignalanlagen eines Straßenzuges oder Straßenabschnittes derart koordiniert werden, dass der Großteil der Fahrzeuge sie nacheinander bei Grün passieren kann, spricht man von „Grüner Welle“. In Hagen sind Straßenabschnitte mit insgesamt rund 35 km in grüner Welle geschaltet, dazu gehören z. B. der Innenstadtring, Abschnitte der B226, B7 und B54. Der Idealfall, bei dem eine ungehinderte Durchfahrt entlang eines ganzen Straßenzuges möglich ist, ist aufgrund der gewachsenen Struktur des Straßennetzes mit unterschiedlichen Knotenpunktabständen, kreuzenden Hauptverkehrsachsen und einer hohen Auslastung der Straßen nicht immer konsequent zu erreichen. 

Nachtabschaltungen – Energie sparen, Wartezeiten sparen!

Aktuell werden nachts in der Regel ab 20.00 Uhr oder 22.00 Uhr rund 140 Lichtsignalanlagen abgeschaltet. Das ist an diesen Knotenpunkten ohne Einschränkung der Verkehrssicherheit möglich, weil die Verkehrsbelastungen nachts deutlich geringer sind. Tagsüber sind diese Anlagen häufig erforderlich, um dem Verkehr aus Nebenstraßen ein sicheres Einbiegen oder Queren zu ermöglichen oder Fußgänger sicher zu führen, beispielsweise an Schulen.

Blindengerechte Anlagen

An über 50 Ampeln sind zusätzlich zu den bekannten Farben Rot und Grün akustische Signale als Hilfe für sehbehinderte Menschen vorhanden. Die tackernden oder piepsenden Geräusche helfen, den Mast zu finden, zu erkennen wann Grün ist und geben eine Orientierung beim Queren der Straße.

Ein „Warten-Signal“ oder ein Signal, um den Mast zu finden klingt so:

…und wenn dann „Grün“ ist, kann man folgenden Ton hören:

Der Grüne Blechpfeil – schnelles Rechtsabbiegen, aber vorsichtig!

Im Stadtgebiet erlauben insgesamt 21 Grünpfeilschilder an 15 signalisierten Kreuzungen und Einmündungen das Rechtsabbiegen bei Rot.

Die Grünpfeilregelung, die ihren Ursprung in der ehemaligen DDR hat, ist insbesondere für die Autofahrer von Vorteil. Trotz Rotlicht dürfen sie sich in den fließenden Verkehr einordnen. Nebeneffekte dieser verkürzten Wartezeiten an Ampeln können ggfls. geringfügig niedrigere Belastungen der Umwelt durch gerin-geren Kraftstoffverbrauch, weniger Abgase und reduzierte Lärmbelästigungen sein. 

Allerdings müssen beim Rechtsabbiegen bei Rot mit Grünem Blechpfeil auch eine Reihe von Verhaltensweisen berücksichtigt werden, um einer Verschlechterung der Verkehrssicherheit vorzubeugen. 

- Anhalten an der Haltlinie, Verkehrsablauf beobachten

- Vorrechte anderer Verkehrsteilnehmer beachten, 

- Ggf. nochmals an der Sichtlinie anhalten und 

- Anschließend mit Sorgfalt in den fahrenden Verkehr einordnen. 

Diese Schritte sind unerlässlich, um insbesondere Fußgänger und Radfahrer, aber auch andere motorisierte Verkehrsteilnehmer und schließlich auch sich selbst nicht zu gefährden. 

Auf den Punkt gebracht:

Anhalten, Gucken, und Fahren.                           

Wenn Sie einen Ausfall oder Schaden an einer Lichtsignalanlage melden möchten, können Sie sich an folgende Kontaktpersonen wenden:

Ihre Ansprechpartner:

Herr Falkenroth

Telefon: 02331 / 3677-171

Mobil: 0151-15138641

oder:

Herr Grindel

Telefon: 02331 / 3677-178

Mobil: 0151-12689645

oder:

Herr Aydin

Telefon: 02331 / 3677-134

Mobil: 0171 2953229

Bitte geben Sie bei Ihrer Meldung die Straßennamen der Kreuzung an (z. B. Bahnhofstraße / Hindenburgstraße), eine kurze Beschreibung Ihrer Feststellung zum Schaden oder Defekt (z.B. Taster defekt) und Ihre Rufnr., für den Fall, dass wir noch Rückfragen haben. 

Vielen Dank.