Bau Kanal- und Gewässerbau

Kurze Reise in die Vergangenheit

Die heutigen abwasserhygienischen Zustände in Hagen sind gut!

Das sah im Mittelalter allerdings noch ganz anders aus.

Pest- und Cholera-Epidemien rafften die Menschen dahin, ausgelöst durch die schweren Missstände bei der Abwasserbeseitigung.

Abwässer und menschliche Auswurfstoffe wurden einfach auf Straßen bzw. in den Gossen entsorgt. Im Extremfall versickerten sie sogar in der Nähe von Trinkwasserbrunnen in den Untergrund.

Erst im 19. Jahrhundert wurden ausgehend von London (1830) die ersten Schritte in Richtung einer geordneten Abwasserbeseitigung getan. Diesem Beispiel folgten auch die deutschen Großstädte (Hamburg 1842, Berlin 1852).

In Hagen wurde am 06.12.1894 dem Stadtbaumeister Lamprecht ein Kanalisationsplan für die Stadt Hagen vorgelegt und erläutert und von den Stadtverordneten, unter Vorsitz des Oberbürgermeisters August Prentzel, beschlossen.

Am 16.08.1895 wurde die Genehmigung für das erste Hagener Kanalisationsprojekt erteilt und somit der Grundstein für eine systematische Entwässerung gelegt.

Über die Stationen „Amt einer Stadtverwaltung“ bis 1995 und „Eigenbetrieb in der Regie der Stadtverwaltung“ bis 2002 sorgte nun ab 2003 das „Kommunalunternehmen SEH“ (selbständiger Verwaltungsträger in der Rechtsform „Anstalt öffentlichen Rechts“) für die entwässerungs- technische Ordnung.

Mit Veröffentlichung der Satzung am 16.07.2011 wurde der Wirtschaftsbetrieb Hagen - WBH - rückwirkend zum 01.01.2011 als Anstalt des öffentlichen Rechts der Stadt Hagen gegründet.

Der WBH übernimmt als eigene Aufgabe die Stadtentwässerung, die Bewirtschaftung der übertragenen Forste, den Betrieb der Grünabfallkompostierungsanlage sowie die Trägerschaft der kommunalen Friedhöfe und erstellt und unterhält öffentliche Infrastruktureinrichtungen in der Stadt Hagen. Dazu gehören u.a. die Instandsetzung von Straßen, Wegen und Plätzen, die Pflege von Grün- und Parkanlagen, Bau und Unterhaltung der öffentlichen Brücken, Betrieb der verkehrstechnischen Einrichtungen und vieles mehr.