Bau Kanal- und Gewässerbau

Öffentlicher Auftrag und Aufgabe

An das öffentliche Kanalnetz werden weitreichende Anforderungen und Pflichten im Zusammenhang mit einem störungsfreien Anlagenbetrieb gestellt.

Die Grundvoraussetzung für eine umfassende Funktionsfähigkeit ist die Anwendung der jeweils den allgemein anerkannten Regeln der Technik entsprechenden Technologien. Hinreichende – ggf. innovative – Investitionen in die bauliche Substanz sind ebenso erforderlich, wie die auf hohem Standard durchzuführenden Wartungs- und Unterhaltungsmaßnahmen.

Das wirtschaftlich geprägte und ergebnisorientierte Ziel der Kosteneffizienz darf darüber hinaus niemals zu Einschränkungen von Qualitätsmerkmalen führen.

Gerade vor dem Hintergrund gegenwärtiger und dauerhafter Privatisierungs - und

Deregulierungsdiskussionen muss der Blick für das Allgemeinwohl bestehen bleiben.

Wegen der Bedeutung der dauerhaft und ohne Einschränkungen zu gewährleistenden Gesundheits- und Umweltvorsorge ist es unerlässlich, dass die Verantwortung für eine ordnungsgemäße und hygienische Entsorgung in der Verantwortung eines öffentlich-rechtlichen Trägers bzw. Unternehmens verbleibt.

Diesem Umstand haben zum einen die politischen Gremien durch den Beschluss entsprechender gesetzlicher Regelungen und Vorschriften auf dem Gebiet der EU-, des Bundes-, des Landes- sowie des Ortsrechts Rechnung getragen.

   

Zum anderen gibt es ergänzende und konkretisierende technische Regelwerke, z.B. Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V., kurz DWA (früher Abwassertechnische Vereinigung – ATV) und Bestimmungen (z.B. DIN), in denen der augenblickliche Wissensstand der Fachleute über geeignete Verfahren, Maßnahmen, Konstruktionen und Betriebsweisen zur Erfüllung der öffentlichen Abwasserbeseitigung dokumentiert werden.

Die Aufrechterhaltung der Abwasserbeseitigung als öffentliche Aufgabe bietet damit ein hohes Maß an Entsorgungssicherheit unter Beachtung und Einbindung ökonomischer und ökologischer Aspekte.

Eine der wichtigsten Hauptaufgaben des Wirtschaftsbetriebes ist das kontrollierte Sammeln und Ableiten von Abwasser sowie das Einsammeln und Abfahren des in Kleinkläranlagen anfallenden Schlammes.

Die ordnungsgemäße und hygienische Entsorgung unserer „Hinterlassenschaften“ ist wesentliche Voraussetzung für eine moderne Zivilisation und den Erhalt unserer Gesundheit.

Eng verbunden damit ist der Schutz der Gewässer, der durch eine geordnete Ableitung des Abwassers zu den Kläranlagen des Ruhrverbandes sichergestellt wird.

   

Denn die ungeklärte Einleitung von häuslichen und industriellen Abwässern bedeutete das AUS für die im Wasser lebenden Pflanzen und Tiere.

Der Wirtschaftsbetrieb sorgt somit für den baulich ordnungsgemäßen Zustand von ca. 680 km Kanalnetz im Stadtgebiet Hagen, um ca. 10 Mio. cbm jährlichen Schmutzwasseranfall zur Abwasserbehandlung zu transportieren. 

Die Ableitung des Abwassers erfordert neben den Kanälen noch diverse Sonderbauwerke, die den Abfluss drosseln, reduzieren und / oder für eine Schmutzfrachtreduzierung sorgen.